Großer Auftritt: Wie Aluminiumfolie dem
Düsseldorfer Schauspielhaus die Krone aufsetzte

Im Dezember 2019 brachte das Düsseldorfer Schauspielhaus Tom Lanoyes „Henry VI & Margaretha di Napoli“ auf die Bühne. Ein Stück, das sich um die Macht der Königskrone dreht. Passend dazu ist eine überdimensionale Krone auch das Highlight des sonst eher kargen Bühnenbilds. Bei ihrer Gestaltung setzte die Theaterwerkstatt auf die besonderen Vorzüge von Aluminiumfolie.

Es ist ein Stoff, der schon seit Urzeiten die größten Dichter zu ihren Werken beflügelt: Könige und ihre Macht, die in Form der Krone auf sie übergeht. Kein Wunder also, dass sich auch Shakespeare diesem Thema in mehreren Werken widmete. Sein ursprünglich dreiteiliges Drama über „Heinrich VI.“ wurde von Tom Lanoye in eine dreistündige Fassung überführt, die im Dezember 2019 das Düsseldorfer Publikum begeisterte.

„Henry VI & Margaretha di Napoli“ verhandelt pointiert, was geschieht, wenn der König als Zentrum der Macht nicht in der Lage dazu ist, diese auch auszuüben. Im Düsseldorfer Schauspielhaus konnten die Zuschauer die Konsequenzen verfolgen: Die gesellschaftlichen Strukturen zerfallen. Und mit Richard III. nutzt schließlich ein wahnsinniger Schlächter das vorhandene Chaos, um erfolgreich nach der Krone zu greifen.

Als Sinnbild dieser Macht schwebte während des gesamten Stücks eine fast 9 mal 2 Meter große Krone eindrucksvoll über der Bühne. Zu Beginn in strahlendem Glanz, im Verlauf der Handlung mit Erde und Blut besudelt. Um diesen optischen Effekt bei jeder Aufführung aufs Neue gewährleisten zu können, machte sich die Theaterwerkstatt auf die Suche nach einer strapazierfähigen, metallischen Oberfläche, die problemlos immer wieder gereinigt werden konnte.

Aus Gewichtsgründen war die Verwendung von Blechen ausgeschlossen. Stattdessen entschied man sich für eine Aluminiumfolie in der Stärke 50 µm, die auf eine Konstruktion aus Stahl und Sperrholzplatten mit aufgespachtelter Struktur aufgeklebt wurde. Mit Schleifpapier und Drahtbürsten wurde die Oberfläche anschließend vorsichtig bearbeitet, um der Krone eine gebrauchte Optik zu verleihen.

Nachdem er bei Anbietern für Theatertextilien nicht fündig wurde, stieß Ronald Mengler, Produktionsleiter des Düsseldorfer Schauspielhauses, auf die Website von Alujet Universal. Das Unternehmen sendete dem Schauspielhaus Aluminium-Folien in verschiedenen Stärken zu, aus denen die Werkstatt Muster erstellte, die wiederum den Bühnenbildnern zur Auswahl vorgelegt wurden.

„Da wir bei industriellen Produkten oft die üblichen Mindestmengen unterschreiten, suchte ich eine Firma, die bereit ist, mit uns das passende Material auszusuchen und auch in kleinen Mengen zu liefern. Mit Alujet Universal haben wir dafür den perfekten Partner gefunden. Die Begeisterung von Herrn Fuchs für unsere Ideen und die außergewöhnliche Verwendung seines Materials hat uns nochmals beflügelt“, so Ronald Mengler.